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Karsten Püschner
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Dr. Günter Wiedemann

Fraunhofer IWS in Zusammenarbeit mit
Dipl.Ing. Erich Jelen
Fraunhofer UMSICHT
Oberhausen

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Projektvorstellung – DBU-Projekt AZ 20945


Modellhafte Beseitigung von Schadstoffen an biozidbelasteten Kulturgütern aus Holz unter Anwendung eines Lasergerätes

Laufzeit von Dezember 2003 bis Juni 2005


Projektdurchführung anhand von zwei modellhaften Objekten
"Gotische Maria" Museumsbestand Burg Kriebstein (Sachsen) mit starken öligen Verschmutzungen und DDT-Ausblühungen im Haar. "Tafelklavier von Ignatz Hill 1812", Händelmuseum Halle (Sachsen) mit DDT-Ausblühungen


Bis zum Projektbeginn bekannte Möglichkeiten der Dekontamination von biozidbelasteten Kunst- und Kulturgut (DDT,PCP,Lindan).

 

Teildekontamination

Volldekontamination

Trockenreinigung

  • Absaugen mit Spezialfiltersystemen (H13/H14 Schwebstaubfilter in Kombination mit Aktivkohlefiltern)

Feuchtreinigung

  • mit wässrigen Methylcellulosegelen
  • Vakuumwaschverfahren
  • Emulsionsbildendes Verfahren
  • Adsorbentien in Kombination mit org. LM

 

  • Extraktion mit org. LM (z.B. Soxhlet- oder Infusionsprinzip)
  • Thermische Verfahren
  • Mikrobielle Verfahren
  • Extraktion mit superkritischen Kohlenstoffdioxid

 

 

Versuche mit gepulstem Reinigungslaser im infrarotnahen Bereich
(1064 nm)

- eine Reihe von Objekten kann weder einer Feuchtreinigung noch der Behandlung mit superkritischem Kohlenstoffdioxid unterzogen werden, deshalb Test eines weiteren denkbarenVerfahrens Zielgruppe: z.B. Musikinstrumente, große Objekte ungefasste Holzoberfläche lokale Oberflächenreinigungen
bisheriger Erkenntnisstand zur Laseranwendung:


Objekt während des Laservorganges und Figur nach der Reinigung / Dekontamination der Oberfläche



Vorzustand des Klavierunterbodens (Bild 1) und des Deckels mit DDT-Ausblühungen (Bild 2). Gerätetechnik in der Anwendung (Bild 3).


Unterboden vor dem Lasern (Bild 1), Detail des Probenbereiches 2 vor dem Lasern (Bild 2), lasergereinigter Teilbereich (Bild 3), Detail des Probenbereiches 2 nach dem Lasern (Bild 4).


Bei Holz liegt ein verhältnismäßig hoher Schwellwert vor, die visuelle Zerstörschwelle liegt meist über 1 J/cm² Energiedichte, Oberflächenreinigung beginnt erfahrungsgemäß bei einer Energiedichte von ca. 0,25 J/cm²
Zufällige Beobachtungen zum Biozidverhalten bei Laserbestrahlung während einer Firnisfreilegung an Paneelteilen des Grünen Gewölbes in Dresden weckten Hoffnung auf erfolgreiche Anwendung


Die effiziente Absaugtechnik für die Laseranwendung wird gleichzeitig mit Gasmessungen überwacht. Gase werden auf PU-Schaumfilter gezogen, anschließend werden diese auf Biozide im GC-MS-Verfahren analysiert.