Laufzeit von Dezember 2003 bis Juni 2005
Projektdurchführung anhand von zwei modellhaften Objekten
"Gotische Maria" Museumsbestand Burg Kriebstein (Sachsen) mit starken öligen Verschmutzungen und DDT-Ausblühungen im Haar. "Tafelklavier von Ignatz Hill 1812", Händelmuseum Halle (Sachsen) mit DDT-Ausblühungen
Bis zum Projektbeginn bekannte Möglichkeiten der Dekontamination von biozidbelasteten Kunst- und Kulturgut (DDT,PCP,Lindan).
Teildekontamination | Volldekontamination | |
Trockenreinigung
Feuchtreinigung
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Versuche mit gepulstem Reinigungslaser im infrarotnahen Bereich
(1064 nm)
- eine Reihe von Objekten kann weder einer Feuchtreinigung noch der Behandlung mit superkritischem Kohlenstoffdioxid unterzogen werden, deshalb Test eines weiteren denkbarenVerfahrens Zielgruppe: z.B. Musikinstrumente, große Objekte ungefasste Holzoberfläche lokale Oberflächenreinigungen
bisheriger Erkenntnisstand zur Laseranwendung:
Vorzustand des Klavierunterbodens (Bild 1) und des Deckels mit DDT-Ausblühungen (Bild 2). Gerätetechnik in der Anwendung (Bild 3).
Unterboden vor dem Lasern (Bild 1), Detail des Probenbereiches 2 vor dem Lasern (Bild 2), lasergereinigter Teilbereich (Bild 3), Detail des Probenbereiches 2 nach dem Lasern (Bild 4).
Bei Holz liegt ein verhältnismäßig hoher Schwellwert vor, die visuelle Zerstörschwelle liegt meist über 1 J/cm² Energiedichte, Oberflächenreinigung beginnt erfahrungsgemäß bei einer Energiedichte von ca. 0,25 J/cm²
Zufällige Beobachtungen zum Biozidverhalten bei Laserbestrahlung während einer Firnisfreilegung an Paneelteilen des Grünen Gewölbes in Dresden weckten Hoffnung auf erfolgreiche Anwendung
Die effiziente Absaugtechnik für die Laseranwendung wird gleichzeitig mit Gasmessungen überwacht. Gase werden auf PU-Schaumfilter gezogen, anschließend werden diese auf Biozide im GC-MS-Verfahren analysiert.