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Karsten Püschner
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Stark Würfelbruch geschädigte Paneelteile mit originaler roter Fassung ( Zinnober / Bleimennigeausmischung – unter Überfassungen liegend) sollten ursprünglich nur noch als Kopiervorlage dienen. Es gelang jedoch die stark verwölbten Würfelbruch geschädigten Bretter soweit zu festigen, das ein Abtrag des statisch völlig zerstörten Holzes ohne Zerbrechen der Bretter durchführbar war. Teilweise wurde bis auf 3 mm Reststärke ausgedünnt und danach auf Neuholz doubliert.


Links = Lösemittelprobe Rechts = Laserprobe

Freilegung des originalen Leinölfirnis


Zahlreiche Versuche mit herkömmlichen Methoden, wie z.B. Lösemittelanwendung brachte kein brauchbares Ergebnis. Bei der Suche nach Alternativen wurde die Anwendung eine Lasers getestet. Obwohl laut ersten Aussagen der Naturwissenschaftler kaum Erfolg zu erwarten war, gelang es nach einigen Testreihen doch, die zwei Firnisschichten zu trennen und die hauchdünne originale Ölung zu erhalten.


Anwendung eines Nd:YAG-Lasers zur Abnahme der stark verbräunten Überfassung (Schellack-Manilakopalgemisch) von 1890 am Paneel EM 1/1
Eichepaneel EM 1/1 nach Abschluss der Restaurierung
Naturwissenschaftliche Begleitung der Arbeiten, Nachweis, das die freigelegte Leinölschicht auch tatsächlich noch vorhanden ist Eichepaneel EM 1/1 nach Abschluss der Restaurierung - FT-IR Untersuchungen Labor Prof. Dr. E. Jägers